Trausdorf: Das perfekte Passepartout

16. März 2013

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Eine Momentaufnahme. Bei richtigem Sonnenstand und bei wohlwollender Begrenzung des Blickwinkels ist hier, in Trausdorf, noch ein bisschen zu erahnen, welche formalen Qualitäten die Strassendörfer Westpannoniens einst gehabt haben mögen. Unendliche Verluste müssen festgestellt werden, ein Stalingrad in Kalk und Stein.

Trausdorf: Weltzaun

30. Januar 2013

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Es gibt keine unwichtigen Details: alleine die Staffelung des einfachen Bretterzaunes schafft eine eigene Welt, eine Overtüre für die wirkliche Welt.

Trausdorf: Auf der Hutweide

19. November 2012

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Früher gab es fast überall Hutweiden - also Flächen, auf denen Hirten die Haustiere des Ortes zur Weide getrieben haben, eine Allmende, ein common ground par excellence. Heute gibt es in Trausdorf eine alte Hutweide, eine geschützte Fläche, die manchmal mit seltenen Erscheinungen dienen kann: zum Beispiel: niemand kann auf der Hutweide geradeaus gehen: immer werden Kreise daraus werden.

Inmitten der geschützten Natur ein Flugobjekt: Styropor,Würgeschlange der Häuser unserer Zeit.

 

Trausdorf: der Turm in der Wüste

9. April 2010

tr1.jpgtr2.jpgEin Ausweichflugplatz für den kriegswichtigen Flugplatz in Wiener Neustadt, im Krieg angelegt, nie fertig gebaut, in der Nachkriegszeit als Hobbyflugplatz genützt, bis die immer weiter um sich greifende Siedlungstätigkeit, die ELKisierung Österreichs dem ein Ende gesetzt hat. Als Relikt aus dieser Zeit steht heute der Flugleitturm in der naturgeschützen Trausdorfer Hutweide, ein sinnlos gewordenes Gebäude in Bestlage, eine kleine, feine, unbekannte Kostbarkeit, die nun das Hauptquartier des Architektur Raum Burgenland geworden ist.  Von der Kanzel aus übersieht man grosse Teile Nordwestpannoniens, von dort aus sehen wir zu, wie die gute, zeitgenössische Architektur aus dem Boden wächst wie die Schwammerl. Unten feiern wir manchmal, und dazu sind alle Freunde der hervorragenden, modernen Architektur herzlich eingeladen. Das nächste Mal übrigens bei den Architekturtagen, am 29. Mai, abends.

Trausdorf: die Natur besiegt die Architektur

6. April 2008

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Irgendwo im Grünen: eine dramatische Situation. Die Natur besiegt die Architektur.

Und dennoch: das Bauwerk schafft - noch im Zustand des Ruinösen - dem namenlosen Baum den Ort. Sichtbar gewordenes, Heideggersches Brückengleichnis.