Umgestaltung VS Eisenstadt Bahnstrasse Eisenstadt



Umgestaltung einer Volksschule

Eisenstadt   Bahnstraße

Die Jugendstil – Bürgerschule wurde im Jahr 1909 knapp außerhalb der historischen Stadtmauern errichtet und seit dem immer wieder erweitert. Sie ist heute die größte Volksschule Österreichs. Da die Schule im Eigentum der Freistadt Eisenstadt ist, gab es intensive Überlegungen, den Standort aufzulassen und die Schule am Stadtrand neu zu errichten. Eine Studie, die wir im Jahr 2003 über die Potentiale dieses Standortes erstellt haben, führte letztendlich zur Entscheidung, den innerstädtischen Standort beizubehalten und diesen zu erweitern. Die intensive Nutzung durch Volksschule, Musikschule und Tagesheim verlangte nicht nur eine Generalsanierung, sondern auch den Zubau von sechs Klassen.
Sämtliche Überlegungen für die Umgestaltung basierten auf den neuesten pädagogischen Konzepten des offenen Lernens. Der Hauptzugang der Volksschule wurde durch eine gläserne Aula neu gestaltet. Es entstand eine klare Adresse für den immer wieder erweiterten Schulkomplex, ein ABC – Tempel, ein eindeutiger, großzügiger Eingangsbereich. Ein bestehender Verbindungsgang zwischen unterschiedlichen Erweiterungsstufen wurde barrierefrei saniert, innere Abläufe wurden neu organisiert. Auf der Gartenseite entstand ein Zubau mit sechs Klassen, der wie ein Rucksack an die Außengänge angedockt ist. Vor und unter dem Zubau entstehen zusätzliche Freiräume für die Kinder. Im Trakt der Musikschule schließlich wurde ein dreiseitig verglaster Vortragsraum errichtet, mit wunderbarem Blick über die Haydnstadt. Die Wiederherstellung der Jugendstilfassade steht noch aus.
Leider entschied die Freistadt Eisenstadt mitten während des Umbauprozesses, Dritte mit der weiteren Planung zu beauftragen, sodass unser Konzept leider ein Fragment geblieben ist. Der Bruch bleibt sichtbar, die Wunde offen.

Mitarbeit: Wolfgang Jost
Fotos: Archiv KJB, Manfred Horvath

  • In/ by Eisenstadt
  • year 2004
  • Teilen