Umgestaltung historische Schule Vicedom Domplatz Eisenstadt



Umgestaltung historische Schule Vicedom

Eisenstadt   Domplatz

Das große, breitgelagerte Gebäude am Domplatz von Eisenstadt ist eines der größten Häuser der Stadt und stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Das Bauwerk war ursprünglich die Volksschule der Stadt.
Der volkstümliche Name Vicedom stammt übrigens nicht wie öfters kolportiert vom Vicedomus, einer Art Stadthauptmann in der Zeit, in der Eisenstadt unter habsburgerischer Herrschaft stand, sondern ist die Verballhornung des Namens eines einst dort wohnenden Lehrers namens Vitzum.
In einem immer noch vorhandenen, gewaltigen Gewölbekeller waren früher auch die Fleischbänke der Stadt untergebracht.
Das historisch und städtebaulich wichtige Bauwerk wurde im Zuge einer Generalsanierung von seinem ungepflegten Erscheinungsbild erlöst, die Fassade wird nach Denkmalkriterien in Kalk und mit Holzkastenfenstern wiederhergestellt. In der Hoftiefe hinter der tonnengewölbten Einfahrt standen ursprünglich zweireihig die dichtgedrängten winzigen Hintersassen – Häuschen, eine Art Eisenstädter Goldmachergässchen. Eines dieser winzigen Häuser haben sich erhalten und konnten in die Generalsanierung integriert werden.
In das Ensemble wurde weiters ein kleines Coffee to go, das Büro der Eisenstädter Parkscheriffs, ein Wettbüro sowie öffentliche WC Anlagen eingebaut.
In den historischen Kellerräumlichkeiten entstand eine Discothek, im 1. Stock wurden Wohnungen errichtet. Für die Stadt und ihr Stadtbild entstand eine wichtige Projektionsfläche neu, zumal der Domplatz eine ansonsten verunglückte Fläche darstellt: ein städtebauliches Missgeschick.

Mitarbeit: Karl-Heinz Bergmann, DI Dirk Thomas
Fotos: Rainer Schoditsch

  • for privat
  • In/ by Eisenstadt
  • year 2008
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