EFH Leopoldsgraben Klosterneuburg



Einfamilienhaus Klosterneuburg

Leopoldsgraben

Anstelle eines kleinen und abgewohnten Ferienhauses, das sich jedoch in einem wunderbaren, eingewachsenen Hanggarten mit riesigem Baumbestand befand, entstand im Klosterneuburger Leopoldsgraben ein großzügiges Wohnhaus mit sehr unterschiedlichen Seiten.
Während die straßenseitig orientierte Fassade eher zurückhaltend ist und mit einem halbrunden Treppenhausturm und der angrenzenden, über alle Geschosse reichende Eingangsfuge aus Holz und Glas die Strukturen traditioneller Villen zitiert, so präsentiert sich die, um ein gefällebedingt ganzes Geschoss höhere Südseite des Hauses, auf den ersten Blick als klassischer weißer Bauhauswürfel mit raumgroßen Fenstertüren.
Diese nach vorne gestellte Modernität wird durch die klassische Regelmäßigkeit dieser Einschnitte unterbrochen: durch eine zurückspringende, holzverkleidete und mit einem gewaltig auskragenden Dach beschützte Attikazone aus Holz, welche die privaten Wohnräume sowie die privaten Terrassenflächen der Familie beinhaltet. Auf diese Art und Weise oszilliert das Gebäude zwischen sehr unterschiedlichen Lesarten, zwischen Michelangelos Palazzo Farnese und Fred Forbats Würfelhaus aus dem Jahr 1922.
Der Mehrwert dieser Lesarten ist Architektur.
Die Innenräume folgen ebenfalls einem klassischen, daher bestens brauchbaren Raumprogramm. Die Wohnräume mit ihren farbigen Flächen entwickeln sich als Enfilade entlang der Südfassade des Hauses, dahinter zum Nordgarten befinden sich die dienenden Räume.
Im Untergeschoss mit direktem Ausgang zum Swimming Pool und dem abgetreppten Garten mit Blick in den Leopoldsgraben, befinden sich Bereiche wie Atelier und Wellness.
Auf diese Art wird das steile Hanggrundstück für die polyglotte und weltoffene Familie aufs Intensivste benützbar.

Mitarbeit: Wolfgang Jost

Fotos: Manfred Horvath

  • for privat
  • In/ by Klosterneuburg
  • year 2006
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