EFH Eisenstadt Hoher Nussbaumweg



Einfamilienhaus
Eisenstadt   Hoher Nussbaumweg

Auf einem sehr kleinen Hanggrundstück in einem Villenviertel der burgenländischen Landeshauptstadt wurde als Antwort auf die dichte und banale Verbauung der Umgebung ein komplex verschachteltes, luxuriöses Einfamilienhaus unter der Prämisse der größtmöglichen räumlichen Ausnutzung errichtet.

Der Bau stülpt die Raum- und Formenergie konzentriert nach innen und kompensiert so die äußere Bedrängnis mit wohnlicher, innerer Großzügigkeit, aus der heraus Sichtfelder und Sitzterrassen so angelegt sind, dass ein Optimum an Privatheit, an Morgen- und Abendsonne nutzbar wird. Das betont kubische, würfelförmige, zweigeschossige Hauptbauwerk verschleiert in der straßenseitigen Hauptansicht die tatsächliche Größe.
Ein Küchenvorbau geht in eine Art innere Mauer mit einem stilisierten Tor über, die bis zur Grundgrenze reicht und einen mit italienischem Porphyr belegten, stillen Innenhof bildet. Über dem Obergeschoss entstand entlang der gesamten Hausbreite durch intensive Auslegung der Bauordnung unter einem Pultdach ein weiteres Geschoss, das ein nach Osten verglastes Studio beherbergt, von dem aus sich ein herrlicher Panoramablick auf Neusiedlersee, Wulkaebene und Stadt bietet.
Das Zentrum des Hauses ist ein zweigeschossiges Speisezimmer mit Kachelofen, von dem aus die offene Küche und der Wohnraum erschlossen werden. Der Wohnbereich geht auf gleicher Ebene in ein Terrassendeck aus Akazienholz über, das sorgfältig zwischen die bestehende Nachbarsbebauung situiert wurde. Im Obergeschoss befinden sich Schlafräume und ein Bad, davor eine halbgedeckte Loggia.
Jedes Geschoss beherbergt ein Bad, das jeweils in einer anderen Farbe gestaltet wurde.
Mitarbeit: Wolfgang Jost, Johannes Fröch

Fotos: Peter Jakadowsky

  • for privat
  • In/ by Eisenstadt
  • year 1998
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