Cafe Restaurant Esterhazy Esterhazy Stallungen Eisenstadt



Cafe – Restaurant Esterhazy in den Esterhazy Stallungen

Eisenstadt    Esterhazyplatz

Als wir die ehemalige Schlosstaverne im früheren Paradestall der Fürsten Esterhazy zum ersten Mal sahen, machte diese einen ziemlich traurigen und abgelebten Eindruck. Das einzige spektakuläre war ein riesiges, fast fünf Meter hohes Weinfass, das sich in einem dieser Räume befand.
Obwohl ursprünglich nur die Umgestaltung der Toilettenanlagen vorgesehen waren, wurde allen Beteiligten schnell klar, dass eine tiefgreifende Umwandlung notwendig war. Nach einer sehr kurzen Planungs- und Umbauphase von nur fünf Monaten entstand an diesem besonderen Ort ein Bier- & Weinbeisl mit Bühne und ein Cafe/Restaurant mit Küche auf Haubenniveau.
Als bedeutendste Maßnahme des Umbaus wurden vier je 65 Zentimeter breite, sich nach innen konisch auf 80 Zentimeter verbreiternde, raumhohe Öffnungen durch die fast zwei Meter dicke Sandsteinwand der Nordfassade gebrochen und die davorliegenden, fest installierten klassizistischen Jalousien geöffnet. Im Inneren wurden die Fehleinbauten vergangener Jahrzehnte rückgebaut und eine völlig neue WC – Anlage und Küche inklusive der gesamten technischen Infrastruktur geschaffen.
Als Bodenbelag wurde in Erinnerung an die ehemalige Nutzung als Stall und Reithalle geöltes und gewachstes Lamellenparkett in Eiche gewählt.
Alle sichtbaren Einbauten des mittlerweile schon wieder in seinen Oberflächen veränderten Lokals waren aus Birkensperrholz, sämtliche Einbauten für den Gast waren aus amerikanischer Nuss, matt lackiert.
Die Bar war mit einer hochglanzlackierten, amerikanischen Nuss verkleidet. Die Barauflage besteht aus einem ca. 10 cm starken und 6 Meter langen St. Margarethner Sandstein. Die Sitzbänke und Garderobebeläge waren aus cremefarbenem Leder gefertigt.
Mitllerweile wurde das Lokal drei mal umgebaut, die damals zu Grunde gelegte Struktur blieb jedoch bis heute bestehen.

Mitarbeit: Wolfgang Jost, Michi Kainz
Tragwerksplanung: Vasko-Woschitz
Fotos: Robert Newald

  • for privat
  • In/ by Eisenstadt
  • year 1998
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