Ausstellungsgestaltung Nicht ganz Koscher?/ Eisenstadt


Österreichisches Jüdisches Museum OJM

Im Jahr 2000 wurde im Österreichischen Jüdischen Museum in Eisenstadt die Ausstellung Nicht ganz koscher? eröffnet. Koscher bedeutet rein. Gläubige Juden ernähren sich nur von koscheren Lebensmitteln.
 Diese Lebensmittel müssen einerseits nach bestimmten Regeln zubereitet werden, auf der anderen Seite muss die Koscherheit der Produkte durch legitimierte Autoritätspersonen, die sogenannten Koscherrabbis als koscher freigegeben werden.
 Das bekannteste koschere Gebot ist wohl die Trennung der Speisen in Fleischiges und Milchiges. Aus diesem strikten Trennungsgebot entstand die Gestaltungsidee. Der ganze Ausstellungsrundgang wurde durch eine raumhohe Glaswand in zwei getrennte Bereiche geteilt. Auf der einen Seite bewegten sich die Besucher, auf der anderen Seite waren die Exponate ausgestellt, auf Tüchern drapiert und hinter der Glaswand geschützt. Der loop endete in der Rekonstruktion eines koscheren Supermarkts, in dem die Besucher die Vielfalt koscherer Produkte betrachten konnten. Außerdem stellten wir in diesem Bereich eine riesige Sammlung von koscheren Marken aus – es gibt übrigens Tausende davon – mit denen der jeweilige Koscherrabbi die von ihm als koscher anerkannten Lebensmittel kennzeichnet. Zur Ausstellung erschien ein Buch mit koscheren Kochrezepten, mit Adressen koscherer Restaurants und Geschäfte, einer Sammlung der wichtigsten Homepages zum Thema koscher und einem Schwerpunkt zu koscherem Wein.

Mitarbeit: Wolfgang Jost
Fotos: Peter Jakadowsky

 

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  • year 2000
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