Umgestaltung Villa Leopold Bauer, Wien 13

Das eigene Wohnhaus des Otto Wagner Schülers Leopold Bauer vom Beginn des 20. Jahrhunderts ist ein in mehrerer Hinsicht bemerkenswerter Bau der Wiener Secessionszeit. Leopold Bauer, der 1913 sogar Nachfolger von Otto Wagner als Professor am Schillerplatz werden sollte, galt im Villenbau als Nachfolger der englischen country house Tradition, was an den luftigen Volumen der Grundrisse sowie an den klassischen Möbeleinbauten aus leichten, weissen Leisten oder an den geometrisierten Gestaltungen von Wand und Decken, Fenstern und Türen zu sehen ist, wobei oftmals das Quadrat das Grundmuster abgibt.

Das Wohnhaus in der Auhofstrasse - inmitten eines herrlichen kleinen Privatparks gelegen - repräsentiert diese Baugesinnung aufs Beste.

Eine Umgestaltung der Belle Etage in eine eigene Wohneinheit in den dreissiger Jahren hat der Eleganz des Baus nicht geschadet. Die gepflegte Villenetage wurde in zwei Wohneinheiten umgestaltet, die später zu einer Grosswohnung zusammengefasst wird. Dazu wurde so viel wie möglich an Bausubstanz erhalten. Es entsteht ein innerer Ring, ein fliessender Raum, von dem aus sämtliche Nebenräume aber auch die später entstehenden nördlichen Schlafräume erschlossen werden. Entlang dieses räumlichen Weges lagern sich eine Abfolge von Stauflächen, die Küche sowie die beiden Bäder an: alles wird von der inneren Strasse erschlossen. Die Küche wurde als offene Küchenbar mit subtilen, suprematistischen Trennungselementen gestaltet.

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