Zubau eines Wohnhauses in Katzelsdorf

Fotos: Manfred Horvath

Ein bestehendes, kleines Ferienhaus aus den fünfziger Jahren soll zu einem Dauerwohnort ausgebaut werden. Im Hinblick auf das schwierige, aber sehr schöne Gelände (Steilhang) und aus Kostengründen wird ein Zubau aus Holz errichtet, der kein Fundament im herkömmlichen Sinn hat, sondern auf Betonbügeln gestellt wird und somit über dem Hang trohnt. Vor dem Zubau kragt eine westseitige, offene, aber überdachte Loggia aus, von der aus der Blick durch riesige Föhren hindurch über Wiener Neustadt und das Steinfeld schweift. Die Holzfassade wurde kittfarbig gestrichen und evoziert dadurch das für den Hang des Rosaliengebirges autochtone Bild voralpiner Villen. Der Zubau hat eine Fläche von 63 m2 beinhaltet eine überhohe, von oben belichtete Eingangszone, die Küche und die Wohnbereiche. Ebenfalls im Zubau untergebracht ist ein kleines Bad, das – bezugnehmend auf die vielgereisten Bauherren mit intensiven Beziehungen nach Ostasien – extrem bunt, in tropical colors gestaltet wurde. Über diesem Bad befindet sich ein kleiner Wirtschaftsraum. Im oxenblutrot gestrichenem Altbau, der ansonsten in seiner Form der fünfziger Jahre bewusst belassen wurde, befinden sich Schlafzimmer, Arbeitsbereich, Gästezimmer sowie ein weiteres Bad und Nebenräume. Der neu gestaltete Garten mit seinem Bestand an alten Pinien – Pinus nigra austriaca - verliert sich in den Berghang.

Mitarbeiter: Wolfgang Jost, Chris Pinterits

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