Der älteste Profanbau von Eisenstadt wird wieder neu
Zur radikalen Umgestaltung eines denkmalgeschützten Hauses in Eisenstadt
Fotos: Klaus-Jürgen Bauer
Das stattliche, denkmalgeschützte, historische Stadthaus am Domplatz
in Eisenstadt geht im Kern bis auf das 14. Jahrhundert zurück, konnte
jedoch über die Zeit seinen Ursprungscharakter erhalten. Es ist ein
unverdorbenes Haus, aber auch ein Haus, das in die Jahre gekommen und teilweise
sogar bereits baufällig geworden ist. Dieses schöne Haus wird
nun behutsam renoviert und einer neuen Nutzung zugeführt, wobei das
Potential dieses Haustypus vom Zinshaus bis hin zur hochwertigsten privaten
Residenz reicht.
Das schöne Stadthaus am Domplatz wird nun behutsam renoviert und zukünftig
eine gemischte Nutzung aus privatem Wohnen und kleineren Geschäften
aufweisen. Das Haus bleibt sowohl straßenseitig als auch im Hof in
seinem charakteristischen Erscheinungsbild erhalten bzw. wird solcherart
wiederhergestellt. Die notwendigen Änderungen, die sich auch den veränderten
Nutzungsansprüchen ergeben, werden behutsam und unter größtmöglichem
Respekt vor der Substanz durchgeführt. Sämtliche verwendeten Materialien
– Holz, Kies, Eisen, Kalk – erwachsen aus dem Geist der landestypischen
Schlichtheit und Einfachheit.
Die historischen Erdgeschosszonen zu beiden Seiten der Einfahrt werden zukünftig
als Geschäfte genutzt.
Die frühere Belle-Etage wird über ein völlig neues, zeitgemäßes,
in Stahl und Glas errichtetes Stiegenhaus neu, jedoch im alten Geiste erschlossen
und wird in Zukunft über eine zeitgemäße Wohnung sowie eine
weitere, sehr große Wohnung mit mehreren Terrassen, die über
drei Geschosse reicht verfügen.
Die Gestaltung der Außenanlagen ist schlicht und elegant: Kalkstein,
wassergebundene Decken ortsübliche Baumpflanzungen. Das Stadthaus am
Domplatz wird in seiner prächtigen, alten Hülle eine zeitgemäße
Funktion beinhalten und verkörpert solcherart das Lebensgefühl
unserer Zeit.
