Basilika & Kloster Maria Loretto in Loretto
Fotos: Manfred Horvath
Die Basilika Maria Loretto ist ein über die Grenzen des Landes hinaus bedeutender Wallfahrts- und Gnadenort am Nordhang des Leithagebirges.Das Ensemble wird durch eine grosse Barockkirche des 17. und 18. Jahrhunderts beherrscht,die sich zwischen dem Kreuzgang mit der Gnadenkapelle und einem ehemaligen Servitenkloster befindet.Die Gnadenkapelle, die das Wohnhaus der Gottesmutter Maria symbolisiert wurde 1644 von Rudolf von Stotzingen errichtet und mit einem Gnadenbild nach dem Urbild der "schwarzen Muttergottes" von Loreto in Italien ausgestattet, wohin einst nach der Legende das Wohnhaus Mariens von Engeln aus Palestina überführt wurde.1651 wurde im Bereich dieser hochverehrten Gnadenkapelle der Grundstein für ein Servitenkloster gelegt. Nach einem Brand im Jahre 1683 wurde die Kirche unter Fürst Paul Esterhazy in ihrer heutigen Form neu errichtet, die Fertigstellung erfolgte im Jahre 1740. Nach dem Abebben der barocken Wallfahrten wurde das Kloster unter Kaiser Joseph II. säkularisiert und diente unter anderem als Wolllager und als Militärspital. In heutiger Zeit wird das Kloster vom Orden der Oblaten der Jungfrau Maria (OMV) genützt, die Kirche ist Pfarrkirche und wiederum ein bedeutender Wallfahrtsort für den ostösterreichischen und westungarischen Raum geworden. Ausserdem findet in Loretto jährlich im August die berühmte kroatische Wallfahrt statt, bei der sich jedes Jahr tausende Gläubige in Loretto versammeln. Ausserdem findet in Loretto jährlich im August die berühmte kroatische Wallfahrt statt, bei der sich jedes Jahr tausende Gläubige in Loretto versammeln. Das ganze Ensemble befand sich zu Beginn der Sanierungsarbeiten im Jahre 1998 in einem bedauernswerten Zustand: die letzte Fassadensanierung erfolgte Ende der fünfziger Jahre, der bauliche Zustand von Kirche und Kloster war dementsprechend schlecht. Nach einer gründlichen wissenschaftlichen Erhebung des Bestandes durch das Bundesdenkmalamt und das Amt für Bautechnik konnte im Jahre 1998 die Sanierung der Fassaden der Basilika und angrenzender Klosterteile in Angriff genommen werden. Ein Bürgerkomitee unter der Leitung des äusserst engagierten Bürgermeister von Loretto, Felix Kozar führte mit finanzieller Unterstützung durch Bund, Land, Gemeinde, Bischof, aber auch durch Spenden und massive tätliche Mithilfe die mehr als notwendige Sanierung durch. Es wurden in einer ersten Phase Sicherungsmassnahmen durchgeführt, die vor allem in einer Trockenlegung der Kreuzgangmauern mittels mechanischer Durchschneideverfahren bestanden. Die Basilika selbst wurde im Sockelbereich entsalzt und drainagiert, wobei auch die Oberflächengestaltung des Kreuzganges neu durchgeführt werden konnte. Die gesamte Fassade der Basilika wurde ebenfalls instandgesetzt, wobei die Westfassade im Bereich des Kreuzganges durch akademische Restauratorinnen in der Fassung des 17. Jahrhunderts wiederhergestellt wurde. Die Turmjalousien wurden neu errichtet und die gesamte Basilika mit einem Taubenschutz ausgestattet. Die Anlage wurde schliesslich in der Originalfassung gefärbelt und erstrahlt jetzt wieder im alten Glanz. Grosse Teile der Klosteranlage sind allerdings immer noch sanierungsbedürftig und warten auf ihre sachgemässe Wiederherstellung.
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