Salzburg: Das fliegende Loch

3. März 2013

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Irgendwo in der amerikanisierten Kommerzzone von Salzburg steht dieses seltsame, dunkelgraue Wohnhaus, das wie ein riesiges Donut den Luftraum über einem Parkplatz bestimmt.   Die erdberührten Bauteile sind mit bunten Plastiktafeln verkleidet. Habe keine Ahnung, ob das eine gute Adresse ist: jedenfalls ist es eine luftige Adresse.

Salzburg: Im Bauch des Theaters

2. März 2013

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Das Salzburger Landestheater stammt aus dem Jahr 1893 und wurde unverkennbar von den Wiener Theaterspezialisten Fellner und Hellmer errichtet. Max Reinhardt begann seine Karriere an diesem Haus. Im Jahr 1933 blieben dem Theater wegen der 1000 Mark Sperre des Dritten Reiches fast über Nacht die (deutschen) Zuschauer fern, und dann hatte das liebe, kleine, neobarocke Theaterchen noch dazu das Pech, dass es Adolf Hitler selbst gefiel. Er liess daher das Theater außen herum verreichsdeutschen. Im Innenraum hatte er das sicher auch vor, jedoch: es kam der Krieg dazwischen. Das Theater ist daher in seinem Inneren heute noch monarchistisch rot/ gold/ weiss/ verplüscht.

Ich hatte das Vergnügen, einen exklusiven Blick in die Innereien dieses schmucken Hauses zu tun, mit Publikumsbereich, Logen, Foyer, Bühne, Hinterbühne, Oberbühne, Kostümschneiderei und - allerliebst - der Werkstatt der Modistin, einem Ort, den es wohl nicht mehr allzu oft gibt. Jetzt wird klar, warum die Schauspieler  in Salzburg fast immer elegante Hüte oder Perücken tragen.

Sorry für die lange Bilderstrecke, aber es gabe einfach sehr viel zu sehen. Auf der Bühne agierten übrigens unter anderem die berühmten Strottern,  und das ist etwas wahrlich Feines.

Salzburg: Die zurückgestufte Ecke

2. März 2013

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Die Sigmund-Haffner-Gasse ist eine der ältesten Straßen Salzburgs. Seit 1492 gibt es in dieser Gasse - die heute übrigens einer der wichtigsten Galerien Österreichs beherbergt  -  eine Buchhandlung, die älteste Buchhandlung Österreichs und die zweitälteste Buchhandlung im deutschen Sprachraum. Vis a Vis der Galerie Welz ist das Collegium Rupertinum, ursprünglich ein Studienort für 12 symbolische Buben, die unter der Aufsicht des Erzbischofs dort wohnen und studieren durften.

Mich interessiert neben dieser ergreifenden Geschichte vor allem seit jeher die Anbindung zweier Gebäudeteile mitels rückspringender Riesenpilaster. Eine sehr schräge architektonische Lösung. Und ebenfalls sehr ergreifend.

Salzburg: die dichte Gasse

3. Januar 2012

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Getreidegasse, an irgendeinem Tag des Jahres: es gilt das hermeneutische Gesetz: so wie oben, so auch unten. Die Dichte der schmiedeeisernen Ladenschilder in der Luft entspricht der Dichte der Menschen am Boden.

Salzburg: gelbe Stadt

2. Januar 2012

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Zu Salzburg ist bereits alles gesagt und alles gezeigt: vielleicht könnte man noch die immense Gelbheit der Stadt erwähnen. :-)

Salzburg: der Vor-Vorfrühlingsgarten

2. Januar 2012

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Der Winter ist erst zwölf Tage alt, doch kaum scheint die Sonne ein bisschen - und sei es auch nur eine zaghafte Wintersonne - möchte der Salzburger Mirabellgarten bereits in Frühlingslaune erblühen.

Piano, Piano, Geduld, Geduld, kann man da nur sagen. Ansonsten war der Tag eher verdüstert, aber da konnte der Mirabellgarten nichts dafür.

Salzburg: die volle Pracht

8. August 2009

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Durch Zufall treffe ich in der Galerie Welz - eine wunderbare Ausstellung mit Zeichnungen und Aquarellen von Zoran Music ist gerade zu sehen - meinen alten Professor Wilhelm Holzbauer.  Als Hommage an ihn das umstrittene, neue Festspielhaus und ein Blick von der Festung auf die naturwissenschaftliche Fakultät aus den achtziger Jahren.

Salzburg: neue Wohnbauten

8. August 2009

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Abseits der geschützen Zone gibt es immer wieder gute, neue Wohnbauten: Eines sogar im aktuellen Twinni - look, in Orange und poisongreen.

Salzburg- Hellbrunn: das Gwandhaus

8. August 2009

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Das Gwandhaus für Österreich und Bayern ist ein idealtypischer Umbau wohl eines alten Bauerhofes zu einem idyllschen, symetrischen Schlößchen. Nicht nur zur Festspielzeit wohl bummeln hier die oben genannten Gruppen - und vermutlich auch der eine odere Preusse - und decken sich mit hochwertigem Trachtengwand ein. Nicht ein Kleidungsstück wird hier präsentiert und verkauft, sondern eine ganze Erlebniswelt, mit Park, Garten, Greisslerei. München und Salzburg sind im deutschprachigen Raum die Städte, wo es möglich ist, einen qualitativ hochwertigen, ländlichen Lebensstil zu pflegen. Das Gwandhaus hilft ins Gwand und liefert auch gleich die Lebensanleitung dazu. Praktisch und freundlich und mit gutem feeling.

Salzburg-Aigen: Lebensbiotope

8. August 2009

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Salzburg-Aigen: ein überschaubarer, teilweise noch idyllischer Lebensraum an der Salach, mit unglaublichem Preisdruck auf die Grundstückseigentümer. Dementsprechend vielfältig sind die Wohnformen hier, und große Grundstücke hat keiner von ihnen.

Von links oben beginnend:

ein ländliches Holzsiedlungshäuschen

eine suburbane Architektenvilla

ein hofförmiger Wohnblock von Wilhelm Holzbauer

eine Reihenhausanlage

eine Wohnhausanlage für Studenten, mit freistehendem Balkonblock

ein neugebautes Musikerheim mit keck rausgedrehter Gaupe (mein Lieblingsobjekt)

ein kirchliches Konferenzzentrum von Wilhelm Holzbauer

die original Trappvilla aus dem Film

das Büro des Hangar 7 Architekten

das alte, leere Schloß Aigen: Von hier ging alles aus, von hier aus hat der Graf einst alles abverkauft.