Konopischt: ein Sammlerhaushalt

7. August 2010

 kon1.jpgkon2.jpgkon3.jpgIm Jahr 1887 kaufte der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand ein Barockschloss bei Prag und beauftragte den unsäglichen Architekten Mocker, daraus ein ich-weiss-nicht-was zu bauen.  Als Mocker 1894 von dem Bauwerk abliess, stopfte Franz Ferdinand diesen riesigen Sitz mit einer unglaublichen, fast unfassbaren Sammelwut voll.Es wurde sein Erbe dort untergebracht, die legendäre italienische Sammlung der D`Este mit unschätzbaren Kunstwerken, aber auch eine eigenartige, tausende Exemplaer umfassende Sammlung von Darstellungen des Heiligen Georgs, die Franz Ferndinad manisch sammelte sowie mehr als 20.000 Geweihe, die bis heute nach Symmetrien geordnet an den Fluren des Schlosses hängen. Niedlich zum Beispiel die Zwergeulendekoration in der Garderobe.  Ich finde, sie sehen ihm ein bisschen ähnlich.1943 bezog die SS das Schloß und machte es hübsch leerer. Nach 1945 wurde das Haus nochmals enteignet und das entrüstete tschechische Volk befand, dass es immer noch zu voll sei.Irgendwann wurde das Schloss ein Museum, was es bis heute ist.