Wien: Das Haus mit zwei Seiten

16. Juli 2014

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Haus mit (mindestens) zwei Seiten. So etwas fand schon Kurt Tucholsky cool, nur mit dem Ostseeblick müsste man noch etwas üben:

Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,

vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;

mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,

vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn –

aber abends zum Kino hast du’s nicht weit.

Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:

Neun Zimmer, - nein, doch lieber zehn!

Ein Dachgarten, wo Eichen drauf stehn,

Radio, Zentralheizung, Vakkum,

eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm,

eine süße Frau voll Rasse und Verve –

(und eine fürs Wochenend, zur Reserve) -,

eine Bibliothek und drumherum

Einsamkeit und Hummelgesumm.

Im Stall: zwei Ponies, vier Vollbluthengste,

acht Autos, Motorrad – alles lenkste

natürlich selber – das wär ja gelacht!

Und zwischendurch gehst du auf Hochwildjagd.

Ja, und das hab ich ganz vergessen:

Prima Küche – erstes Essen –

alte Weine aus schönem Pokal

und egalweg bleibst du dünn wie ein Aal.

Und Geld. Und an Schmuck eine richtige Portion.

Und noch ne Million und noch ne Million.

Und Reisen. Und fröhliche Lebensbuntheit.

Und famose Kinder. Und ewige Gesundheit.

Ja, das möchste!

Aber, wie das so ist hienieden:

Manchmal scheints so, als sei es beschieden

nur pöapö, das irdische Glück.

Immer fehlt dir irgendein Stück.

Hast du Geld, dann hast du nicht Käten;

hast du die Frau, fehln dir die Moneten –

Hast du die Geisha, dann stört dich der Fächer:

Bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.

Etwas ist immer.

Tröste dich.

Jedes Glück hat einen kleinen Stich.

Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten.

Dass einer alles hat: das ist selten.

Rust: Der Gartenzaun

14. Juli 2014

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Zwischen Stadt und See ein neuer Zaun. Man glaubt gar nicht, dass so etwas handwerklich heute noch möglich ist. Zeitlose Pracht, und doch nur ein Zaun.

Wiesen: Das Rockzelt

12. Juli 2014

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Die Zeltstadt von Gustav Schneller ist zwar - wie seine Besucher - etwas in die Jahre gekommen, aber sieht eigentlich immer noch ziemlich schick aus.

Wien: Der luftige Pavillon

2. Juli 2014

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Adolf Krischanitz sagt, Pavillons sind die richtigen Bauwerke am falschen Ort. Der Ort ist diesmal jedoch vom Meister, der Pavillon eine Arbeit von Studierenden an der TU Wien.

Semmering: Der Geldblick

28. Juni 2014

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Liebe junge Freunde: so sah einmal das Geld bei uns aus. Es war darauf eine Brücke zu sehen, die es wirklich gibt!

Uiiiii …. und was man damit alles kauuuuuuuufen konnte: man kann es gar nicht glauben ….

Semmering: Das Waschwerk

28. Juni 2014

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Das blieb über von den Grand Hotels am Semmering: die Reste der ehemaligen Dampfwäscherei, die zwischen den Jahren 1908 und 1960 die Schmutzwäsche des Südbahnhotels wusch. Heute werden die Reste der Wäschereigebäude als Wohnungen genutzt. Hier fanden übrigens die letzten Kämpfe des 2. Weltkriegs statt.

Maria Schutz: Das Logo-Bauwerk

28. Juni 2014

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Das Bauwerk wird zum Logo, das Logo wird zum Bauwerk.

Purbach: Der Nadelholzgarten

24. Juni 2014

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Wenn sie halbwegs gross und dicht geworden sind, geht auch das ganz gut: jedoch die Wartezeiten sind so lang!

Breitenstein: Das gesperrte Tal

23. Juni 2014

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Ach, was waren das für Zeiten, als man ganz einfach ganze Talschlüsse und Dörfer nach Belieben absperren konnte. Die Strasse verwundet jedenfalls die Mauer.

Habich: Das Haus mitten in der Welt

23. Juni 2014

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Habich ist ein schöner Ortsname, allein: Es gibt gar keinen Ort. Es gibt eine Strasse, es gibt ein Haus, es gibt direkt am Haus eine Grenze zwischen Burgenland und Niederösterreich, die man natürlich nicht sieht. Sie ist dumm und unnötig. Den Rest nennen wir die Bucklige Welt, und ich suche dort weiter: nach einem Retreat.