Rust: Der Ofen

13. Dezember 2014

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Um einem bestimmten Remmidemmi zu entkommen, gelange ich dieser Tage (Abende) in das wunderbare Ruster Stadtmuseum, das die noch wunderbarere Sammlung von Rudolf Kremayr beherbergt. Davon wiederum ist dieser Ofen von besonderer Wucht.

Er stammt aus dem Jahr 1895, wurde von jemanden namens Koschka gebaut (entworfen?) und hat angeblich eine Reise über den halben Erdball hinter sich. Der Ofen zeigt zwar eine so genannte Armenbibel, ist selbst aber besonders reich.

Die Biblia pauperum ist ein zentrales Werk der spätmittelalterlichen Typologie und war besonders im südostdeutschen und österreichischen Raum vertreten. Die Bezeichnung Armenbibel tritt in spätmittelalterlichen Handschriften auf, bedeutet aber nicht, dass das Werk vor allem für Arme oder weniger Gebildete intendiert war. Es diente vielmehr der Vermittlung biblischen Wissens, indem es die Erfüllung des Alten durch das Neue Testament veranschaulichte. Im Mittelpunkt jeder Tafel steht eine christologische Bildszene des Neuen Testaments (Antitypus), die zwei alttestamentarische Bildszenen (Typen) flankieren und vier Prophetenbildnisse umgeben. (bayerische Landesbibliothek online)

Payerbach: Die Kuenburg

13. Dezember 2014

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Kaum ein Ort ist am heutigen Tage so kalt wie die seit langem leer stehende Kuenburg an diesem Dezembermorgen.  Man kann die kalte Liegenschaft übrigens auch kaufen. Sie wurde im Jahr 1897 erbaute Großvilla vom Architekten Robert Seelig entworfen und bietet - so der Text des Immobilenmaklers -

reichlich Raum für ein stilvolles Wohnleben in einzigartigem, edlem Ambiente mit weiten Salons im Mezzanin und mit den ansprechenden Suiten im Obergeschoss. Die Liegenschaft mit einer Gesamtfläche von 28.364 m², erfreut alleine schon mit ihrer bezaubernd angelegten Landschaft. Diese beinhaltet ein idyllisches Waldstück mit 6.979m² und eine Park- und Anbaufläche mit 19.483m².  Zu den Nebengebäuden zählen:”Haupthaus Familien-Villa” (Wohnfläche 220m², Balkon/Terasse: 15m², Keller: 20m²)”Nebenhaus” (ebenerdig mit 2 Wohneinheiten, Wohnfläche: 200m², Dachboden 120m²)anschließende Nutzbauten (Werkstatt/Lagerraum/Garage: 60m², Backstube: 15m², Schuppen: 55m², Wasserturm: 20m²)”Bauernhaus an der Pforte” (ebenerdig, 1 Wohneinheit, Wohnfläche: 80m², Werkstatt/Keller: 60m²)  Die Herrschaftsvilla besteht aus einer verbauten Fläche von 482m² und teilt sich in:Hochparterre/Mezzanin, Obergeschoß, Kellergeschoß, Terrasse überdacht, Balkon, Außenanbau Bühnenterrasse/Stage, Dachboden, welcher für Wohnausbau prädestiniert ist.

Bauherren waren die äusserst interessante Familie Kuenburg, aber das führt zu weit. Das Haus ist übrigens in gutem Zustand, alles ist noch da. Man sollte aber vielleicht dort keine Heizung einbauen, sondern einen Hausmeister bestallen, damit er die herrlichen, alten Kachelöfen einheize, auf dass knackige Hitze in der Kuenburg herrsche.

Was vermutlich nicht geschehen wird …

Payerbach: Die Mammutbäume

13. Dezember 2014

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Den Ort Payerbach gibt es seit dem Jahr 1094. Die eindrucksvolle, malerische Pfarrkirche St. Jakob der Ältere - eine romanische, einschiffige, flachgedeckte Kirche mit Ostapsis entstand Mitte des 12. Jahrhunderts.

Viel später, um die Mitte des 19. Jahrhunderts, mag es dort einen botanisch sehr interessierten Pfarrer gegeben haben. In unmittelbarer Nähe der Kirche befinden sich nämlich gleich mehrere seltene Bäume, darunter zwei Mammutbäume, von denen einer im Jahr 1873 zur Erinnerung an den Sommeraufenthalt von Kaiserin Elisabeth in Payerbach gepflanzt wurde.

Ein schöner Brauch, leider vergessen …

Payerbach: Die abgebrannte Feuerwehr

13. Dezember 2014

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Die ganze Tragödie und Komödie unserer Zeit zeigt sich an diesem traurigen Fall. Die Feuerwehr von Payerbach ist ein stattliches Gebäude aus Backstein, in der Mitte befindet sich - etwas zurückgesetzt  - der Schlauchturm. Vor einiger Zeit wurden die beiden seitlichen Gebäude - oh weh! - gedämmt. Neulich - es war Halloween -  kamen böse Buben dort vorbei und zündeten die Mistkübel an. Was bei einem Backsteingebäude genau nichts bewirkt hätte, führte bei der Vollwärmeschutzfassade zum Vollbrand: die Dämmfassade ist bis in das Dach hinauf kaputt.

Eine Feuerwehr, die abbrennt? Welche Ironie der Geschichte ….

Denken wir um?

Wien: Die grosse Stiege

12. Dezember 2014

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Im Wiener Justizpalast befindet sich die wahrscheinlich mächtigste (und einschüchterndste?) Innenstiege Österreichs. Nach dem berühmten Brand des Justizpalastes entstand hier zwischen den Jahren 1929 und 1931 der vermutlich letzte Historismusbau der Welt.

Im Innenhof steckt ein kesser, zeitgenössischer Bibliotheksbau, Lesebrücke genannt. Im Dach befindet sich ein öffentliches Cafe, das prinzipiell für jedermann zugäglich ist, allerdings unbewaffnet und ohne Tiere, wie für ein Gerichtsgebäude üblich.

Peisching: Verlorene Ortskerne

8. Dezember 2014

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Eigentlich ein schöner Ortskern: alte Häuser, ein hübsches Bacherl, Grünflächen: Man erwartet sich viel Gutes…

Tatsächlich ist jedoch etwa die Hälfte des Ortskernes bereits aufgegeben: Verfall und Leerstand prägt den Ort. Es ist mitten unter uns ….

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Peisching: Der alte Hof

8. Dezember 2014

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Direkt neben der späten Pfarrkirche steht dieser schöne stattliche Hof, vermutlich der (ehemaliger) Pfarrhof. Das leicht aus der Achse gedrehte Tor als flaches Haus!

Semmering: Der erste Schnee

8. Dezember 2014

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Schnee & Sonne: Zauberberg!

Eisenstadt: Leider alle Jahre wieder

29. November 2014

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Mich bitte nicht falsch verstehen: Eisenstadt ist eine sooo schöne, lebenswerte, liebeswürdige Stadt mit den allernettesten Menschen: ich lebe wirklich gerne hier und kann es jedem nur empfehlen.

Warum nur - so frage ich mich Jahr um Jahr  - muss Ende November über diese bösen, bösen,bösen, bösen, bösen,bösen, bösen,bösen,bösen, bösen, bösen, bösen, bösen, bösen, bösen, bösen, bösen schwarzen Tröten die Fussgängerzone mit Weihnachts - Fahrstuhlmusik bedudelt werden? Liebe Zwangsbeschaller: Der Advent wird leider nicht besser, wenn ich von acht Uhr morgens bis 24 Uhr Abends mit gefühlten 90 db in die ansonsten adventlich stille und besinnliche, wirklich wunderhübsche Stadt hineinkreische.

Das haben wir in fast keiner anderen Stadt so. Lieber Aufdreher: ich möchte bitte, bitte, bitte, bitte nächstes Jahr in meiner mir so lieben Stadt nicht mehr gewhamt werden. Geht das?

Danke im Vorraus …

Wien: Der Weihnachtsschmuck

27. November 2014

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Den Preis für den originellsten Weihnachtsschmuck hat heute die liebe, gute, alte Tante Pfanne  (vulgo: Dorotheum) verdient. Mit Baugerüsten und Planen kann man einfach nicht mehr Würde herausholen.