Reichenau/ Rax: Der Holzofen

16. August 2014

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Um 1716 wurde der alte Flözofen erbaut, 1862 wurde er eingestellt. Es ist daher eine der ältesten Ofenanlagen in Österreich: auch nicht schlecht.

Reichenau/ Rax: Das Außenanlagen - Ensemble

16. August 2014

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Hier habe ich gelernt: manchmal sind die Außenanlagen viel wichtiger als die Gebäude. Das Haus ist das Problem des Gartens!

Reichenau/ Rax: Der Knappenhof

16. August 2014

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Altes Haus, neu installiert. Knappenhof.

Reichenau/ Rax: Das Holzwohnhaus

16. August 2014

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WOW!

Steinhaus am Semmering: Die Alfredhütte

15. August 2014

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Ein Fürst gab der Hütte seinen Namen, Fürst Alfred von Schönburg. Im Jahr 1838 wurde sie errichtet, im Jahr 1885 wurde sie wieder eingestellt. Dazwischen wurden in der Hütte die Erze aus dem Fröschnitz-Dürrgraben verschmolzen. 18 bis 20 Mann arbeiteten hier, die Jahresmenge Roheisen waren etwa 3000 t. Geblieben sind  der Ofenstock und eine Umfassungsmauer mit Spitzbogenfenstern.Das Erz ist weg, die Steine blieben.

Krampen: Das alte Wirtshaus

15. August 2014

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Das alte Hinterleithner Gasthof in Krampen wird wohl in diesem Leben keinen Gast mehr bewirten. Kein Feuer wird brennen, kein Bier wird ausgeschenkt werden. Aus. Ende. Finis.

FALSCH!!!!!

Was für die gemauerten, pannonischen Streckhöfe gilt, gilt jedoch nicht für dieses herrliche hinterleithnerische Etablissement. Der obere, hölzerne Teil ist in einem Tag durchnummeriert, in einem anderen Taqg abgebaut, an einem dritten Tag am Abbundplatz zwischengelagert und an einem vierten Tag auf einem neuen Unterbau irgendwo anders auf der Welt wieder aufgebaut. So einfach ist das? Ja, so einfach ist das!

Wir können unser Kulturerbe aber natürlich auch ganz einfach wegwerfen, verbrennen und statt dessen plastifizierte, superhässliche Fertighäuser voll mit Sondermüll aus der Chemiefabrik errichten. Ist dann auch eine Kultur, aber eben nicht meine.

Prost, oide Hinterleithner - Hittn!

Krampen: Holz!

15. August 2014

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Ich bin süchtig nach diesen unglaublichen, schwarzen Holzhäusern: einfach zusammengesteckt, unendlich weiterverwendbar & reparierbar, in ewig gültigen, harmonischen Formen. Mit das Beste, das wir haben. Ehrlich.

Frein: Das Holztal

15. August 2014

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Frein ist so ungefähr die letzte, vorstellbare, menschliche Siedlung am äußersten Ende der Waldschlucht, bevor das majästetische, unwirtliche, alles verschlingende Hochgebirge beginnt. Dieser Ort war ein Ort der schweigsamen Holzknechte, der Härtesten der Harten, deren Härte in meinem Lieblingswitz mit den Steinen * symboliert ist. Holz war außer Nahrung alles dort. Wir haben dort daher bis heute eine Holzkultur, die unglaublich ist. Wer Augen hat zu sehen, der sehe.

* Am Ende des Schöpfungsaktes sah sich Gott der Herr in der Welt um, und es war gut. Dann fiel sein Blick auf die Steine. Euch hab ich ja ganz vergessen, rief Gott der Herr aus. Nach kurzem Nachdenken sagte er: Steine, ihr werdet U - Boot - Fahrer! Da jammerten die Steine und riefen aus: Bitte nicht, Herr, wir sind nicht hart genug!

Mürzsteg: Das Preisträger - Holzhaus

15. August 2014

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Mein lieber Freund und Mentor Hubert Riess aus Graz ist ein weltweit anerkannter Holzbau - King. Er ist übrigens dafür verantwortlich, dass ich all das tue, was ich eben tue. Dieses absolut wunderbare Wohnhaus hat den steirischen Holzbaupreis bekommen und jeder, der nicht ganz blind ist, wird wissen warum: Holz at its best, Hubert Riess eben, simply the best.

Chapeaux, großer Meister, wir sehen uns hoffentlich wieder in Venedig!

Mürzsteg: Die kaiserliche Villa

15. August 2014

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An diesem Ort, im düsteren Waldtale, wo alle Farben nur Schwarz und Dunkelgrün sind, fand der wirkliche honeymoon von Franzl und Sissi statt. Schon damals hatten die Aristos den Wunsch, entre nous zu sein, also unter sich selbst, unter Ihresgleichen, unbegafft von gewöhnlichen Menschen: Bauern, Holzfäller und Jagdgehilfen waren damals ja keine richtigen Menschen. Im kaiserlichen Jagdgebiet ließ der jugendliche Franz Joseph ein kleines Jagdhaus im Schweizer Stil - also nix Steirisches! - aus seinem Privatvermögen erbauen, das im Laufe der Zeit bis zum heutigen, styrisierten Aussehen weiterentwickelt wurde.

Nach dem Krieg wurde das Jagdhaus als habsburgisches Privatvermögen enteignet und ging in den Besitz der Republik Österreich über. Während des Zweiten Weltkrieges war dort der ungarische Kronschatz versteckt. Nach dem Krieg wurde es zum Feriensitz des Bundespräsidenten, die jeweils nach ihrer Art damit umgingen: als Eisenbahnerschrebergartl die Einen, als Kaiserspielplatz die Anderen.

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An ganz anderem Ort, der hier weiter nichts zur Sache tut, steht übrigens ein Stück Interieur des Kaiserschlosses, das wohl im Zuge der Entkaiserung transloziert wurde. Jedenfalls hat man ein Gefühl, wie sich Kaisers damals warm hielten. Oder, um Fritz Lang in Le Meprise zu paraphrasieren: Schöne, grüne Farbe.